Pressemitteilung der Familie Tesi zur Vereinbarung zwischen der Giorgio Tesi Group und Sandro Bruschi Vivai

31/10/2016

In den letzten Tagen waren wir mit wachsendem Erstaunen Zeuge immer weiter zunehmender falscher oder irreführender Notizen und Informationen über den Inhalt und die Auswirkungen der Vereinbarung zwischen der Giorgio Tesi Group und Sandro Bruschi Vivai. Wir haben alles Mögliche gehört und gelesen, da die Mitteilungen in den Zeitungen erschienen. Es entstand viel Verwirrung, ein Teil davon nach dem üblichen altbackenen System künstlich von denen, die uns schon lange bekannt sind, erschaffen, nur um uns in den Schmutz zu ziehen und die Bevölkerung aufzuhetzen, Versammlungen zu organisieren oder organisieren zu lassen und mit dem Zweck Personen und Firmen, die ihre Arbeit seit jeher zuverlässig und ehrlich leisten, in ein negatives Licht zu rücken. Deshalb haben wir beschlossen einzugreifen, um die Tatsachen zu klären und Licht in die Angelegenheit zu bringen. Was wir für alle, die uns um Informationen baten, taten.

Vor allem möchte ich unser Bedauern über die Situation, in der sich der Betrieb Bruschi befindet ausdrücken und, besonders, über die Folgen dessen für die Angestellten und viele der Zulieferer aus diesem Gebiet und außerhalb. Wir sind die Ersten, die die Bedeutung der Arbeit und der persönlichen Opfer kennen und eben deshalb ist unser Bedauern echt und aufrichtig. Aber es sollte allen klar sein: Giorgio Tesi Group hat nichts mit der Krise, in der sich der Betrieb Bruschi befindet und die allen seit Jahren klar und bekannt war, zu tun.


Die Vereinbarung Giorgio Tesi Group – Sandro Bruschi Vivai entstand durch Kontakte in den letzten Monaten, als die Sandro Bruschi sich mit uns in Verbindung setzte, um uns mitzuteilen, dass sie nicht mehr imstande war, ihre Geschäftstätigkeit weiterzuführen. Dies passierte, nachdem sie vielerlei Firmen, auch sehr Bedeutende unserer Branche, um Hilfe gebeten und nur negative oder ausweichende Antworten erhalten hatte. Diese Vereinbarung sieht vor, dass die Firma Giorgio Tesi Group die Zahlung der Gehälter, der Abfindungen und der Rückstände der 42 Angestellten der Sandro Bruschi Vivai übernimmt. Zudem bringt die Giorgio Tesi Group, dank der Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften, auch die Kosten für die Zahlung der Rückstände und der Abfindung der Angestellten, die die Sandro Bruschi im letzten Jahr schon verlassen haben, auf.

Die vierteljährliche Gebühr des gemieteten Geschäftsbereichs wurde von einem professionellen Dritten bestimmt und steht, einschließlich des Pflanzenbestands und aller auf den Namen Sandro Bruschies ausgestellten Besitze, den Gläubigern zur Verfügung. Der Pflanzenbestand wurde anhand zwei verschiedener Gutachten und auf jeden Fall nach dem gebräuchlichen Wert zum Kauf von Pflanzenbeständen berechnet und von sämtlichen Technikern, die schon seit längerem informiert sind, bestätigt. 
Wir möchten hervorheben, dass eine der von Giorgio Tesi Group zum Abschluss der Vereinbarung gestellte Bedingung eben die Auflage war, dass diese Ressourcen den Gläubigern zur Verfügung gestellt würden. Diese Zweckbindung der Mieten und des eventuellen Verkaufs der Pflanzen war uns nicht unbedingt geboten, aber wir haben dies verlangt, um allen betroffenen Familien, von denen einige bis zum letzten Tag an die wirtschaftliche Erholung der Vivai Sandro Bruschi glaubten, eine Antwort zu geben. Es handelt sich um eine bedeutende Summe, die mit eventuellen Finanzoperationen aktualisiert werden kann.

Auch zu diesem Punkt sind die in diesen Tagen aufeinander folgenden Spekulationen unglaublich. Die  hohen der Firma zur Verfügung gestellten Summen, werden als lächerlich abgestempelt, nur weil sie die Forderungen der Gläubiger nicht vollständig abdecken, die in gleichen oder ähnlichen Fällen ihren Kredit allerhöchstens um einige Prozentpunkte mehr zurückerhalten haben.

 

In diesem Zusammenhang möchte ich unterstreichen, dass es bereits dutzende Baumschulen in unserem Gebiet gibt, die sich in einer kritischen Situation befinden. Wenn man diese Fälle addiert, übersteigen diese sowohl vom Umsatz als auch von den Lohnkosten her um das Dreifache den Fall Bruschi, in den viele Produzenten, wie auch wir, verwickelt wurden. Aber dennoch hat niemand, außer den Gewerkschaften im Interesse der Arbeiter, einen Finger gerührt. Viele dieser Firmen wurden einverleibt oder vermietet, andere gekauft, ohne dass es Volksaufstände gab. Es reichte aus, dass wir die Protagonisten einer Hilfsaktion waren, nachdem alle anderen Hinzugezogenen nichts getan hatten, sodass der Teufel los war und sogar nie zuvor in solchen Situationen gesehene Persönlichkeiten, um ihr Engagement gebeten wurden.  

Diese Vereinbarung garantiert die Rettung von 42 Arbeitsplätzen, die Zahlung der Rückstände und der Abfindungen und Ressourcen für die Gläubiger der Firma Sandro Bruschi. Keine dieser Bedingungen wäre eingetreten, wenn die Firma Sandro Bruschi Pleite gegangen wäre, wie uns die in letzter Zeit aufgetretenen Präzedenzfälle anderer Firmen in Schwierigkeiten zeigen.

Die Angestellten wären entlassen worden, die Gläubiger hätten durch die Verschleuderung der Pflanzenbestände nur wenig Geld erhalten, die Immobilien wären zu demütigenden Kaufpreisen veräußert worden und mit dem Risiko, dass irgendein Blutsauger abgewartet hätte, das Geschäft machen zu können und den Besitz zu einem lächerlichen Preis ersteigert hätte.


Die Giorgio Tesi Group hat mit dieser Operation, wenn man den Markt und die wirtschaftliche Situation betrachtet, enorme unternehmerische Risiken auf sich genommen. Wir haben beschlossen diese wirtschaftlichen und sozialen Anstrengungen auf uns zu nehmen, in der Hoffnung, dass die Investition mit der Zeit Früchte tragen wird. Aber dies ist für uns nur eine Hoffnung, da bei Anblick der seit Jahren andauernden Marktsituation, dies durchaus nicht sicher ist.

Und eben deshalb wird unsere Verblüffung zu diesem Zeitpunkt zum Verdacht, wenn wir bewusst der sozialen Gutherzigkeit der Vereinbarung inständige Aufrufe zur Rettung der Gläubiger lesen, die wie wir noch einmal betonen, angesichts der Situation, in der sich die Firma befand und der oben erwähnten Präzedenzfälle, nur auf diese Weise sicher sein können, einen möglichst hohen Betrag aus dieser Situation zu erhalten. Oder uns Aufforderungen zu ethischem und moralischem Verhalten entgegengebracht werden, denen wir unsere allen seit langem bekannte Familie, unsere Firmengeschichte und unseren täglichen Einsatz gegenüberstellen. Wir hoffen nur, dass die von uns abgeschlossene Vereinbarung keinen Kredithai gestört hat, der vielleicht auf die Versteigerung wartete, um alles zu übernehmen. 

Angesichts des Umstandes, dass kein anderer Unternehmer Angebote und Investitionen von dutzenden Millionen bar zur Verfügung gestellt hat, sind wir sicher, dass wenn so eine Operation von jemand anders abgeschlossen worden wäre, alle Beifall geklatscht und diese gefeiert worden wären. Und wir hätten gemeinsam mit allen gefeiert, genau wie wir es schon in gleichen oder ähnlichen Situationen getan haben. Weil wir überzeugt sind, dass dies das richtige System ist, um, soweit wie möglich, die Probleme der Gläubiger und der ganzen Branche zu lindern.

Wir bestätigen und unterstreichen nochmals unser Bedauern für diejenigen, die in  die Krise der Firma Bruschi verwickelt wurden und möchten all den Personen, Freunden, Einrichtungen, Kollegen danken, die uns ohne Vorurteile, ihren Achtung und Erkenntlichkeit für die von uns übernommene Aufgabe ausgesprochen haben.

 




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